Biografie

In meiner Jugend interessierten mich (neben Motorrädern und Fussball) vor allem die Naturwissenschaften. Was die Welt zusammenhält, erschien mir naturwissenschaftlich am ehesten herauszufinden. Später führte dieser Weg mich geradewegs in den Beruf. Nach einigen Jahren durchlief ich ein Führungs-Intensiv-Training und übernahm Leitungsaufgaben.

Die zunehmende Sensibilität für Befindlichkeiten und Krisen in meinem beruflichen und privaten Umfeld verlagerte mein privates Interesse zunehmend in den Bereich psychosozialer Hilfestellungen. In der Zeit begann ich, alternative Heilmethoden und Strategien zur Krisenbewältigung zu erproben. Eine große Hilfe auf diesem Weg war die Stärkung der Selbstwahrnehmung durch Selbsterfahrung, Begleitung und Meditation. Bald wurde mein Interesse so groß, dass ich neben meiner beruflichen Tätigkeit Ausbildungen in Atemtherapie, Krisenbegleitung und Trauerbegleitung absolvierte. Eine besonders intensive Erfahrung war die Seminarreihe „Freundschaft schließen mit dem Tod“.

Nach dem Krebstod meiner Lebensgefährtin erlebte ich, dass neben der großen Trauer und Niedergeschlagenheit noch vieles andere passierte. Niemand erklärte mir, dass es normal ist, wenn ich mich nicht mehr gut konzentrieren konnte, vergesslich war, appetit- und schlaflos wurde oder mich immer wieder Schwere und Müdigkeit überfiel. Und von außen kamen schon bald Vorschläge, nun doch genug getrauert zu haben. Jedoch ist es grundlegend wichtig, bewusst durch eine derartige Krise zu gehen, um wieder in ein freudvolles Leben zurückzufinden.

Derzeit engagiere ich mich ehrenamtlich für Eltern krebskranker Kinder und begleite Menschen in schwierigen Situationen als Trauer- und Krisenbegleiter. Daneben unterstütze ich junge Führungskräfte auf ihrem Weg in die wachsende Verantwortung.